Millionengewinn verwehrt

Millionengewinn verwehrt besuchen

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ein Gewinn schlichtweg verwehrt bleibt – obwohl er eigentlich rechtmäßig erzielt wurde. Nun muss sich eine junge Lady ärgern, denn sie hatte in Oregon den Jackpot im Casino geknackt: eine ganze Million Euro. Dieser Fall ereignete sich bereits 2012, doch noch immer hat die Gewinnerin Beverly Mackey kein Geld erhalten.

Die Spielbank in der US Stadt Oregon bietet beste Unterhaltung, und hin und wieder auch ein paar schicke Jackpots. 2012 geschah dann das Unglaubliche: Beverly Mackey, ihres Zeichens Gast des Casinos, sah einen gesamten Spielautomaten aufleuchten. Eine Million Euro sollten in ihren Besitz übergehen – Geld, das sie im Chinok Winds Casino im Zuge der damaligen Swipe, Play & Win Aktion gewonnen hatte. Von der Million, die ihr Leben schlagartig hätte verändern können, hat die Dame, die auch jetzt weiter von Sozialhilfe und einer eher mickrigen Rente leben muss, noch immer nichts gesehen. Der Grund: Die für Ausschüttungen zuständige Firma „Odds on Promotions“ aus Nevada weigert sich, den Betrag an die Gewinnerin auszuzahlen. Man beruft sich auf einen technischen Defekt – hervorgerufen durch die verantwortlichen Techniker. Sie haben angeblich alle Zufallsgeneratoren falsch berechnet, so dass der Gewinn letztlich nicht korrekt sei.

Die Spielbank selbst kann zwar an den Regelungen der Auszahlungs-Firma nichts ändern, zieht aber dennoch gemeinsam mit Beverly in den Prozess und unterstützt die Besucherin, die leider leer ausgegangen ist, so gut es irgendwie geht. In der Spielbank argumentiert man letztlich ganz klar. Es wurde deutlich gemacht, dass Odds on Promotions dazu verpflichtet ist, den Vertrag mit der Spielbank einzuhalten – und zwangsläufig auch mit den Gästen, die sich auf die Spielautomaten, in die sie investieren, verlassen können. Immerhin hatte die Dame 50.000 Euro vom Casino erhalten, obgleich dieses nicht hätte handeln müssen. Schließlich hat es sich bewusst mit dem Unternehmen vereint, um eine faire und sichere Auszahlung zu gewährleisten. Die Spielbank selbst ist demnach gar nicht mehr für Gewinnausschüttungen zuständig.

Mrs. Mackey bleibt weiterhin konsequent und zog vor Gericht. Sie verlangt, dass ihr der komplette Gewinn in jährlichen „Raten“ zu 50.000 Dollar ausbezahlt wird. Gleichzeitig erwartet sie eine 20.000 Dollar Entschädigung, denn sie selbst hat letztlich nichts falsch gemacht. Aktuell kümmert sich das Gericht darum, einen Vergleich zu prüfen. Bevor es zu einem endgültigen Urteil kommt, könnte locker noch mal ein Jahr vergehen. Sollte der Vergleich nichts bringen, wird natürlich weiter um die Million gestritten. Beverly Mackey hätte hierzulande beste Chancen, Recht zu bekommen. Die amerikanische Rechtsprechung sieht dagegen ganz anders aus.

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