So macht man Geld

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Sozialhilfe ist im eigentlichen Sinne für Menschen gedacht, die ohne dieses Geld nicht über die Runden kommen. Was man alles mit dem Geld anstellen kann, das ist erst jetzt aufgeflogen. Bereits seit vielen Jahren ließen sich ein Serbe samt Ehegattin Sozialhilfe auszahlen, um das Geld ins Casino zu tragen. Insgesamt ergaunerten sie sich unrechtmäßig 376.000 Euro.

Sava V. ein Serbe, der in Zürich lebt, muss sich nun vor Gericht verantworten. Der 61 Jahre alte Mann ist arbeitslos und kassierte für sich und seine Frau schon seit Jahren Sozialhilfe. Das Amt wurde nach Strich und Faden belogen. Im Zeitraum von 10 Jahren leierten die beiden dem Staat satte 376000 Schweizer Franken aus dem Kreuz, obwohl sie das Geld eigentlich gar nicht nötig gehabt hätten. Die beiden gaben sich zwar als nicht berufstätig aus, arbeiteten allerdings beide in einer Reinigungsfirma. Zwischen 1998 und 2009 verdiente Sava V. rund 200.000 Franken, seine Frau etwas mehr als die Hälfte davon. Die Einkommensdeklarationen gaben sie zwar ab, aber sie fälschten ganz bewusst die Daten und verschwiegen ihren Verdienst so geschickt, dass ihnen eben die besagte Sozialhilfe guten Glaubens gewährt wurde.

Während die Frau des Serben wegen einer Krankheit entschuldigt war, versuchte Sava V. selbst, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Immerhin gab er ein umfassendes Geständnis ab und teilte mit, dass das Geld vom Sozialamt für Glücksspiele genutzt und verzockt wurde. Gleichzeitig brauchte er die Arbeit, um den Lebensunterhalt zu sichern. Er bekennt sich selbst als schuldig, plädiert aber darauf, dass er kein Verbrechen im Sinne eines Mordes oder Vergewaltigung begangen habe. Selbst die eigenen Kinder wurden genutzt, um den Staat zu betrügen. Eigentlich sollten beide Töchter im Ausland gewesen sein, um dort Sprachkurse zu absolvieren. In Wahrheit war ein Kind jedoch zu Hause und verdiente im Zuge ihrer Ausbildungen Geld dazu.

Da das Paar selbst die Miete höher angab als sie eigentlich war, konnte es sich neben dem Glücksspiel zwei Autos kaufen und unterhalten. Auf Nachfrage des Gerichtspräsidenten zur persönlichen Zukunft teilte Sava mit, dass er einen Deutschkurs belegen und dann arbeiten gehen möchte. Bislang gab es keine Möglichkeit für ihn, die Sprache zu lernen. Der gewerbsmäßige Betrug und weitere Straftaten wurden mit 30 Monaten Gefängnis bestraft. Ein halbes Jahr muss Sava V. mindestens absitzen. Seine Frau wird lediglich zu 20 Monaten verurteilt.

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